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Zur Erinnerung an Peter Grave Kantor in St.
Antonius
Noch will das alte unsre Herzen quälen, Und reichst du uns den schweren Kelch, den bittern Doch willst du uns noch einmal Freude schenken Lass warm und hell die Kerzen heute flammen, Wenn sich die Stille nun tief um uns breitet, Von guten Mächten wunderbar geborgen, Text: Dietrich Bonhoeffer Am Donnerstagabend
(17.11.2007) während der Proben zum Faurè-Requiem bekamen wir die
schreckliche Nachricht, dass unser ehemaliger Kantor und Chorleiter Peter
Grave in Köln verstorben ist. Am 1.7.1986 wurde Peter
unser Chorleiter und mit ihm begann, so kann man wohl sagen, ein ganz
neues Kapitel Kirchenmusik in Für viele von uns war er
derjenige, der uns in den Chor geholt und für die Kirchenmusik begeistert
hat. Er hat den ersten Jugendchor
gegründet und mit seiner Art und seinem Engagement viel Anklang bei den
Jugendlichen gefunden. Wenn wir an die
verschiedenen Chorleiter zurückdenken, die wir in den vergangenen Jahren
hatten, so sind es bei ihm zuerst die menschlichen Aspekte die uns
einfallen. In seiner zurückhaltenden,
fast schon schüchternen Art, hatte er
doch so viel Freundlichkeit, Witz und Humor, so viel Ehrlichkeit, Ernst
und Begeisterungsfähigkeit. Wir
hören ihn, es war anlässlich eines Dekanatssingens in Langenbochum,
als bei der letzten Probe ein Stück nicht klappte, ärgerlich sagen:
„Weg damit, in die Mappen, das wird nicht gesungen.“ Alles ging betreten
auseinander. In der nächsten Probe
entschuldigte er sich und sagte: „Wenn ein Stück nicht klappt, liegt
das nicht am Chor. Es ist immer Sache des Chorleiters, entweder war der
Chor überfordert, oder es war nicht gut geprobt." Auf jeden Fall müsse ein
guter Chorleiter seinen Chor einschätzen können. Darum sei es sein
Fehler gewesen, was da passiert sei. Das hat uns ganz schön
beeindruckt. Wir
sehen ihn Weiberfastnacht mit seinem zweifarbig geschminkten Gesicht
am Klavier sitzen und das Lied von der
Jule singen. Wir
sehen ihn voller Ernst und Konzentration bei den Aufführungen von
Messen und Kantaten. Wir
hören ihn sagen: „Was singt ihr denn da für einen Scheiß ?“ Und
beim nächsten Mal: „Oh, habt ihr alle Privatunterricht gehabt?“ Wir
sehen ihn mit seinem Lachen und seiner
Warmherzigkeit , mit seiner Zerrissenheit und seinem Glauben. Wir
hören ihn beim Lied „Wohl denen, die da wandeln“ die Zeile
singen: „die rechts von Herten suchen Gott“ Wir
sehen die vielen fröhlichen Proben, aber auch die `anderen`, wenn der
„Meister“ hektisch wurde, die Ohren rot wurden und die Kieferknochen
mahlten. Wir
sehen ihn mit seiner Jutetasche durch
Herten laufen. Wir
sehen ihn, den sonst so Zurückhaltenden beim Karneval auf die Bühne
springen und völlig losgelöst ein tolles Programm gestalten. Wir
hören ihn uns im Kölner Dom zusammenrufen und in einer
Seitenkapelle „ Alta trinita beata“ anstimmen. Das war Gänsehautgefühl! Wir
sehen ihn bei seinem großen Engagement mit den Kindern und
Jugendlichen im Jugendchor. Und und und.… In den letzten Jahren war
sein Leben wohl von Tragik und Krankheit gezeichnet. Wir hoffen, dass wo immer
seine Seele jetzt ist, er seinen Frieden Für den Antoniuschor
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| Kondolenz |